VIA I

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka). Szenische Tanzminiaturen von Barbara Fuchs, Ilona Pászthy und Suna Göncü.

Choreographie/Tanz: B. Fuchs, I. Pászthy, S. Göncü
Bühne /elektronische Szenografie: Ruth Prangen
Videopostproduktion: Jörg Pfeiffer
Musik: Markus Reyhani
Kostüme: Sabine Kreiter
Dramaturgie: Koni Hanft
Licht: Jürgen Kapitein
Produktionsleitung: G. Fijalkow

Nominiert für den Kölner Tanzpreis 2007

VIA ist das erste Ergebnis der Projektreihe Barnes Bridge des Choreographen Netzwerkes Barnes Crossing. Die Choreographinnen Barbara Fuchs, Ilona Pászthy und Suna Göncü begeben sich auf ihre individuelle Suche nach verschiedenen Geh-Schichten. Die Idee des Projektes Barnes Bridge ist es, Künstler anderer Sparten einzuladen, gleichberechtigt mit den Choreographinnen an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Dieses Mal konnte die Künstlerin Ruth Prangen für die Bühnengestaltung und die elektronische Szenografie gewonnen werden.

Die drei so entstandenen szenischen Tanzminiaturen beleuchten sehr persönlich das Spektrum von Physis zu Metaphysis des Weges.

VIA I, eine Tanzminiatur von Barbara Fuchs beleuchtet die Physis des Weges. Ein metaphorischer Kraftakt eines Wesens, welches sich seinen Weg bahnt und auf ein Hindernis stößt.

Premiere am 12.05.07 im Rahmen des Festivals Tanz NRW 07 in der Studiobühne Köln.

Gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein Westfalen, Kunststiftung NRW, SK Stiftung Kultur Förderprogramm, Koehler Papier Group, tanz nrw 07

Fotos

Fotos: © Jürgen Laubhold (Farbfotos), Lucia Lommel (Schwarzweißfotos)

Presse

NICOLE STRECKER, Kölner Stadt-Anzeiger 13.05.07,
Endlich angeknipst
Zwischen Vertrautem und Neuem begab sich in Köln viel Erfreuliches.

„Bin irgendwie so auf Standby“, murmelt eine Tänzerin in Parisa Karimis Tanzfilm „Zwischenwelten“. Auch Kölns freie Tanzszene fühlt sich immer wieder auf „Standby“ geschaltet. Und endlich hat die Stadt mal „angeknipst“ und ihrer emsigen Szene ein Festival spendiert: „Tanz NRW 07“ war eigentlich eine Kooperation mit sechs anderen Städten, doch Köln ging einen Sonderweg, schuf sich sein Festival im Festival. Da folgte Veranstaltung auf Veranstaltung, man zwängte sich in ausverkaufte Spielstätten, begegnete Vertrautem und ganz Neuem.

Beispiel „Via“. Um das Choreografen-Kollektiv Barnes Crossing war es in jüngster Zeit ruhig geworden, doch „Via“ zeigte: Man hatte sich im Stillen teils erheblich weiterentwickelt. Barbara Fuchs krauchte zum Auftakt der dreiteiligen Produktion über die Bühne, als wären in ihrem Körper diverse Insekten eine Symbiose eingegangen - ein Kraftakt, von ihr unglaublich brillant zelebriert. Mit Ilona Pászthy setzte sich die Anstrengung ganz anders fort: Mit ihr gerät man in einen Alptraum: laufen, laufen, laufen - und doch nie von der Stelle kommen. Ihre Arme rudern, ihr Oberkörper ist angespannt, doch die Beine kleben wie gelähmt am Boden.