Durchleuchtet

Eine Tänzerin hält ihren Körper unters Mikroskop und beobachtet, resümiert. Nicht tragisch, eher amüsiert erzählen Ellbogen, Knie und Steiß Anekdoten.

Tanz und Choreographie: Barbara Fuchs
„Die Stimme“: Andrea Kramer
Lichtdesign: Marco Wehrspann

Liebevoll kritisch tanzt sie nach einer Gebrauchsanweisung, die aus dem Off eingesprochen wird. Comedy- reif führt sie das Modell Klassik, Modern und New Dance vor.
Klaus Keil, Kölner Stadt-Anzeiger

Keine Sekunde möchte man von diesem dichtem, schrägen, viel zu kurzem Solo „ durchleuchtet“ verpassen.
Kölner Rundschau

Nominiert für den Kölner Tanzpreis 2003. Gefördert von dem Kulturamt der Stadt Köln.

Fotos

Fotos: © Wolfgang Weimer

Presse

KLAUS KEIL, Kölner Stadt- Anzeiger 17./18. April 2003
Ein eigenwilliger Blick auf Blessuren
,,Dellen oder: Jeder hat sein Kreuz zu tragen" - Ein
Tanzabend im Stollwerck
In „durchleuchtet“ präsentiert sich Barbara Fuchs als Ware „Tänzerin“ mit begrenztem Haltbarkeitsdatum. Liebevoll kritisch tanzt sie nach einer Gebrauchsanweisung, die aus dem Off eingesprochen wird. Comedy- reif führt sie das Modell Klassik, Modern und New Dance vor. Gelegenheit genug für sie, ihre ausgezeichneten tänzerischen Qualitäten in Szene zu setzen. Wenn schließlich die „Sicherheitshinweise“ von Gelenkverschleiß und fehlenden Nachtzuschlägen sprechen, gerinnt das Stück zur tänzerisch und inhaltlich gelungenen Realsatire.


Kölner Rundschau 12. April 2003
Fremder Körper
Tanzhautnah im Stollwerck Drei Choreografen mit „Dellen“
Nur aus biologisch abbaubaren Materialien bestehe das Produkt, verheißt die Gebrauchsanleitung, dafür ist die Inbetriebnahme aber höchst komplex. Das „Produkt“ ist ihr eigener menschlicher Körper, den die Frau gerade erworben hat. Nun ertönt aus dem Off eine Stimme mit abstrusesten Instruktionen. Aber die Choreografin und Tänzerin dieses Solos, Barbara Fuchs, kriegt Ihr „Produkt“ irgendwie doch mit komischem und bewundernswert elastischem Slapstick in Gang gesetzt – ein großartig inszeniertes Kunststück schon dies. Doch wenn sie erst das Modell mit verschwurbelten Berechnungen dazu bringt, Pirouetten, Arabesken oder Modern- Dance- Expressivität auszuführen, begeistert auch noch eine sehr gelungene Choreografie in diesem verrückten Tanztheater. Keine Sekunde möchte man von diesem dichtem, schrägen, viel zu kurzem Solo „ durchleuchtet“ verpassen. Es ist ein komischer Höhepunkt an diesem Dreier- Abend der Reihe tanzhautnah. (Str)