Das - Solo für eine Gestalt

Es ist zwischen den Welten. Es pendelt hin und her zwischen Mann und Frau, alt und jung, schön und hässlich, weiß und schwarz, tot und lebendig.

„Wo möchten Sie leben? Im Haus von Hänsel und Gretel. Was ist für Sie das größte Glück? Wenn meine Katzen für mich singen. Welche Eigenschaften schätzen Sie beim Mann? Weibliche. Bei der Frau? Männliche. Was möchten Sie sein? Ein weißer Tiger.“
(Interview mit Leonor Fini)

Das weder Der noch Die. Weder Maskulinum noch Femininum. Das Neutrum, das Neutrale. Wie zeigt ES sich? Indem es das Farbige verbirgt oder das Farblose darstellt? Ist es das Unbestimmte, das Verborgene; das Passive? Das Androgyne, ein Suchbild in dem man nach Männlichem und Weiblichem sucht?

„das“ ist neben anderen Gruppenstücken bereits die vierte solistische Arbeit von Barbara Fuchs. Die Solis „Durchleuchtet“ und „VIA I“ wurden für den Kölner Tanzpreis nominiert und „tanztat“ erhielt den Kölner Tanzpreis, wurde auf die „tanzstrasse“ eingeladen und für Theaterzwang nominiert.

Video

Fotos

Fotos: © Lucia Lommel

Choreographie/Tanz/Bühne: Barbara Fuchs
Musik: Jörg Ritzenhoff
Licht: Horst Mühlberger

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, Koproduziert vom Choreographen-Netzwerk BARNES CROSSING.

Presse

Ausgezeichnet mit dem Jury- und Publikums-Preis des internationalen SoloDuoFestival 2010, Budapest, Ungarn
Begründung der Jury:
Barbara Fuchs öffnete eine Tür zu unserer Fantasie. Ein Rock als tragendes Element auf der Bühne. Durch die Linien ihres Körpers, ihrer Gedanken und kompakten Präsentation schenkte sie uns ein empfindliches Bild eines menschlichen Wesens. Barbara Fuchs erschaffte die schönsten Formen und durch die Einfachheit ihrer Präsentation begaben wir uns alle an offensichtliche
unbekannte Orte.

Thomas Linden, Kölner Rundschau, 23.02.2008

... Das ist sehr eindrucksvoll, weil hier mit großer Präzision gearbeitet wird, und dennoch gehen ästhetische Kontrolle und leiser Humor eine schöne Mischung ein. Letztlich enthält dieser Tanz auf den Grenzen der Identität dann doch eine erotische Note: durch die Reife, mit der die Möglichkeiten erforscht werden, den Körper allen Definitionen zu entziehen, die ihn festzulegen versuchen.