Alles im Eimer!

Eine Tanz- und Musikperformance für ein Publikum ab 2 Jahren

Tänzerinnen verzaubern Objekte in Widersacher und Mitstreiter, die sie vor Wut beben, aus Trotz stampfen und vor Freude springen lassen. Mit viel Humor und unterstrichen von live produzierten asiatischen Klangwelten (von Kabuki über Peking-Oper bis hin zum Japan-Pop,) entführt das Trio das Publikum spielerisch in eine emotionale Welt voller Magie, Tanz, Musik und Clownerie.

Video

Fotos

Fotos: ©MEYER ORIGINALS

Regie: Barbara Fuchs
Konzept und Idee: Barbara Fuchs+ Emily Welther
Komposition: Jörg Ritzenhoff
Tanz und Musik: Emily Welther + Odile Foehl
Licht, Sound und Musik: Barbara Fuchs
Management, PR: mechtild tellmann kulturmanagement

Alles im Eimer! ist eine Ensemble-Produktion der tanzfuchs PRODUKTION/Barbara Fuchs, koproduziert vom tanzhaus nrw – Düsseldorf, Festival Cultura Nova – Heerlen (NL), Theater Baden-Baden und BARNES CROSSING Freiraum für TanzPerformanceKunst - Köln.
Gefördert von: Kulturamt der Stadt Köln; Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW; RheinEnergieStiftung

Kölnpremiere:
14.09.2014 - 11:00 & 15:00 Uhr / 15.09.2014 - 10:00 Uhr


Barnes Crossing (Wachsfabrik) - Industriestrasse 170 - 50999 Köln

Presse

tl_files/background/logo_choices.jpgEimer mit goldenem Boden
30. Oktober 2014

Barbara Fuchs zeigt minimalistisches Meisterwerk – Tanz in NRW 11/14

Jedes Publikum braucht seine spezielle Ansprache. Deshalb konzipiert Barbara Fuchs stets ein eigenes Bewegungsrepertoire wenn sie Tanzproduktionen für Kinder entwickelt. Die Kleinsten sind hier nicht Anhängsel der Großen, sondern erhalten eine eigene Dramaturgie und die Choreographien sind auf die Wahrnehmung der Kinder abgestimmt. Künstlerischen Verzicht muss sie deshalb nicht leisten, wie die Begeisterung der Erwachsenen beweist.

Wenn nichts mehr zu retten ist, sagen wir „Alles im Eimer!“. Aber in der neuen Tanzproduktion von Barbara Fuchs dreht sich alles um zwei Eimer, die voller Ideen und Emotionen stecken. Der eine ist rot und der andere ist blau, zwei Farben und zwei Enden der Welt, als die Eimer von den beiden Tänzerinnen Emily Welther und Odile Foehl ausgeleert werden, bedeckt ihr Inhalt gleich die ganze Bühne der Veranstaltungshalle von Barnes Crossing. Überall liegen Nasen herum, mit denen man sich verwandeln kann, wie überhaupt die Verwandlung unablässig den Fortgang des Geschehens bestimmt.

So gelingt gleich mit der Eröffnungssequenz ein kleiner Geniestreich, als die beiden Tänzerinnen ihre Köpfe in die Eimer stecken und sich blind ein Gesicht auf den Rücken malen. Zwei Kopffüßler entstehen, die humorvolle Gesten von der Freude bis zum Zorn mit Händen und Füßen durchdeklinieren. Im Eimer wird aber auch Musik mit Geige und Flöte gemacht und das Glück der Freundschaft hat dort auch noch Platz. Eine meisterliche Choreographie präsentieren die beiden Tänzerinnen und Barbara Fuchs setzt mit ihrer elektronischen Klangcollage pointiert die akustischen Akzente. Aus der Reduktion auf zwei Eimer entwickelt sich ein freundlich-poetisches Spektakel, das mit seinen vielen Ideen den Nerv der Menschen trifft, egal ab sie nun groß oder klein sind. „Alles im Eimer!“ bietet hohe Professionalität mit lässigem Charme.

Nach den ersten Vorstellungen in Köln und der Fabrik Heeder in Krefeld, wird Barbara Fuchs die Produktion zunächst am 22.11. im Dance Loft in Aachen und dann im Frühjahr in weiteren NRW-Städten zeigen.
„Alles im Eimer!“ | 22.11. 16 Uhr | Dance Loft Aachen | 0241 232 93 um 16 Uhr weiter: da stehen Marcus Grolle und Co. mit „Die Farben des Feuers“ auf der Bühne des MOVE!-Festivals.

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ALLES IM EIMER?
-13.Krefelder Tage des modernen Tanzes „MOVE!“ - Schwerpunkt Tanz für Kinder
Nachtkritik von Jean-Luc Larquet (Übersetzung aus dem Französischen TANZwebKrefeld.de)

 

Ganz selten kommt es vor, dass Ankündigungen für Tanzveranstaltungen in Pressetexten und Programmzetteln tatsächlich etwas mit dem zu tun haben, was der Zuschauer dann auf der Bühne zu sehen bekommt.
Häufig genug erfährt der Leser dieser „Ankündigungen“ dann lediglich, was der Choreograph oder Dramaturg gerne auf die Bühne gebracht hätte, wäre es ihm denn gelungen oder schlimmer noch, das bereits Misslungene soll mittels schöner Floskeln so verpackt werden, dass der Zuschauer an seiner eigenen Urteilsfähigkeit zu zweifeln beginnt.

Ganz anders Barbara Fuchs, tanzfuchsPRODUKTION, mit ihrem neuen Tanzstück für Zuschauer ab zwei Jahren: „Alles im Eimer?“, das gestern im Rahmen der 13.Krefelder Tage des modernen Tanzes „MOVE!“ vor einem restlos begeisterten und bis zuletzt aufmerksamen Publikum zur Aufführung gelangte.

Von Beginn an schlagen Emily Welther und Odile Foehl die Kinder in ihren Bann, verzaubern sie mit ihrem musikalischen, akrobatischen und tänzerischen Können und halten in jeder Sekunde das Band zwischen sich und ihrem kleinen Publikum lebendig, so dass es schon früh den ein oder anderen mächtig in den Beinen juckt, um selbst auf der Bühne zu stehen. Hierzu trägt auch die Komposition von Jörg Ritzenhoff bei, die schnell zum fliegenden Teppich der Kinderfantasien wird.
Am Ende gibt es dann kein Halten mehr und nach sechzig Minuten werden die kleinen Zuschauer auf die Bretter strömen, die für zumindest eine Stunde vollkommen ihre Welt bedeuteten.

„Lasst uns eimern!“ - Besser kann dies kein Tanzkritiker formulieren, weshalb wir diese kleine Besprechung auch mit den Worten der „Tanzmacher“ beschliessen wollen:
„ALLES IM EIMER? Jawohl! Wir atmen tief durch, nehmen unsere Gefühle – und stopfen sie alle in einen Eimer: Von der überschäumenden Wut bis zum daneben schwappenden Spaß, von der randvollen Trauer bis zur überlaufenden Freude – verstecken, verhüllen und mit kräftigem Schwung wieder ausschütten. Lasst uns eimern! Mit Eimern kann man jonglieren, man kann seine Nase hineinstecken und drauf balancieren. Ja, Akrobatik, Clownerien und Wunderwolkenzauber – alles passt in einen Eimer!

Auf humorvolle, spielerische und nonverbale Art werden die Gefühlswelten der kleinen ZuschauerInnen durchstiefelt. Unterstrichen von kuriosen asiatischen Klangwelten – vom Kabuki über Peking-Oper bis hin zum Japan-Pop - schütteln sich die Tänzerinnen vor Lachen, beben vor Wut und springen vor Freude - und entführen so das junge Publikum in eine emotionale Welt voller Magie und Tanz. Anschließend werden die Kinder zum Mitmachen auf die Bühne eingeladen. Auf die Eimer, fertig, los!...“
Das Tanzprogramm für die ganz jungen Zuschauer des Festivals hätte nicht besser beginnen können!